Das Moskauer ökonomische Forum: eine theoretische und praktische Herausforderung an den „Marktfundamentalismus“

Das Moskauer ökonomische Forum: eine theoretische und praktische Herausforderung an den „Marktfundamentalismus“

Aleksandr Buzgalin,

Professor der Moskauer Staatlichen Universität,

1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Programmkomitees

des Moskauer ökonomischen Forums

 

Am 20. und 21. März fand in der Moskauer Staatlichen M.V.-Lomonosov-Universtität das Moskauer ökonomische Forum statt, das zu einem herausragenden Ereignis geworden ist: dort haben akademische und Geschäftskreise, Vertreter von Bildungseinrichtungen und Dutzende ausländische Experten die Notwendigkeit und das Vorhandensein von Alternativen zum Marktfundamentalismus bekundet. Obgleich das Forum unter allen äußeren Bedingungen offiziöser internationaler Zusammenkünfte und in einer Atmosphäre tagte, die beinahe an eine „Oskar“-Verleihung erinnerte, – in einem prächtigen Saal, mit Jazz im Foyer, in Anwesenheit namhafter Wissenschaftler und VIP’s aus Russland und Dutzenden Ländern der Welt (Direktoren akademischer Institute, „Wirtschaftskapitäne“, Abgeordnete, Exminister und -kanz­ler aus Europa, Dutzende alter und junger Professoren von allen Kontinenten und sogar Immanuel Wallerstein) – war es seinem Charakter nach eine vorwiegend oppositionell Veranstaltung.

Alle Teilnehmer haben der heutigen neoliberalen ökonomischen und sozialen Politik, die bis heute in der Welt und in unserem Land vorherrscht, praktisch ihr „Nein“ entgegen gesetzt. Dabei ist wesentlich, dass diese Kritik seriös und eng mit der Praxis verbunden war. Die ausländischen Gäste haben die Russen nicht belehrt, wie sie zu leben haben, sondern haben die Errungenschaften und Widersprüche der ökonomischen Entwicklung Chinas und Brasiliens, der USA und der BRD offen analysiert. Unsere Teilnehmer haben den Kontrapunkt aus der akademischen Kritik und den strategischen programmatischen Alternativen aufgezeigt, die mit den praktischen Initiativen sehr unterschiedlicher Vertreter des realen Sektors verknüpft sind: von Direktoren landwirtschaftlicher Unternehmen bis zum Chef der Russländischen Eisenbahn.

Die Schlüsselidee dieser Alternativen ist folgende: Die Wirtschaft soll auf der Grundlage des Fortschritts des realen Sektors der Produktion, des Bildungswesens, der Medizin, der Wissenschaft und der Kultur für die Entwicklung der Humanqualitäten arbeiten und nicht nur den Markt, sondern auch die gesellschaftliche Regulierung nutzen, sie soll sich nicht nur auf das Privateigentum stützen, sondern auch auf den bedeutenden gesellschaftlichen Sektor, sie soll die soziale Sphäre nicht als Sortiment von Almosen aufbauen, sondern als Grundlage für eine effektive Entwicklung.

Es ist von Bedeutung, dass auf dem Forum ein breites Spektrum von Ansichten vertreten war: von sozial orientierten Zentristen und Sozialkonservativen bis zu linken Sozialdemokraten und Kommunisten – der Vizepräsident der Russländischen Akademie der Wissenschaften A. Nekipelov, das oberste Chef der Russländischen Eisenbahn V. Jakunin, die stellvertretenden Vorsitzenden von Komitees der Duma O. Dmitrieva und O. Smolin u.a.

Besonders sei hervorgehoben, dass unser Netz der „Alternativen“ auf dem Forum breit vertreten war und sich zu Wort gemeldet hat. Seine Vertreter haben von der ersten bis zur letzten Plenarsitzung und in den meisten Konferenzen, Seminaren und Runden Tischen des Forums ihre Meinung geäußert. Zudem wurde in dem ersten Vortrag des Plenums unsere Alternative verkündet, die wesentlich weiter links positioniert ist als das „Zentrum“ des Forums. Da geht es nicht nur einfach um eine Wirtschaft für den Menschen, sondern um eine Wirtschaft der Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Entwicklun (dies wird in meinem Vortrag ausführlicher dargelegt).

Die Besucher unserer Internetseite werden sicher auf die dort veröffentlichten Programmthesen des Forums stoßen sowie auf den Abdruck einer Reihe von Plenar- und Sektionsvorträgen sowie Artikel aus einem speziell für das Forum vorbereiteten Heft der Zeitschrift „Alternativen“ mit Verweisen auf Videoklips von Beiträgen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse des Forums soll eine „Karte der Alternativen“ vorbereitet werden, von denen einige bereits kurz vor und während des Forums zusammengestellt worden sind.

 

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