Benutzeranmeldung

CAPTCHA
Этот вопрос задается для проверки того, не является ли обратная сторона программой-роботом (для предотвращения попыток автоматической регистрации).

Sprachen

Содержание

Счётчики

Рейтинг@Mail.ru

Sie sind hier

5-100. „Ehrliches“ Spiel oder keine Demokratie?

5-100. „Ehrliches“ Spiel oder keine Demokratie?

Die Einführung des Projekts 5-100 an der Tjumener Staatlichen Universität ist für die Bürger von Tjumen nicht unbemerkt geblieben. Obgleich man bemüht war, die „Teilnahmebestre­bungen“ der Universität an dem Projekt unter der Decke zu halten, drangen sie doch an die Öffentlichkeit, und zwar dank öffentlicher Aktivitäten.

Der Öffentlichkeit ist es nicht gleichgültig, dass und aus welchem Grunde die Reformer in die Sphäre des Bildungswesens eindringen.
      Auf der Höhe des Protestes wurde beschlossen, die Lehrkraft Gul’nara Aitova, die sich aktiv und mutig gegen dieses Projekt gewandt hatte, eben für diesen von ihr bewiesenen Mut in der akademische Ehrenkommission der Tjumener Staatlichen Universität zu rügen. Und dies geschah ungeachtet der Tatsache, dass seitens der Universitätsleitung mehrfach öffentlich erklärt worden war, dass Protest gegen 5-100 nicht geahndet werden würde.

     Als die Kommission tagte, stellte sich heraus, dass viele der Teilnehmer selbst mit der patriotischen Einstellung von G. Aitova einverstanden waren, dass ihnen nur die Methoden ihres Herangehens nicht gefielen. Aber welche Methoden kann man denn anwenden außer zivilrechtlichen und gerichtlichen? Und das hat G. Aitova auch getan; umso unverständlicher ist das, was folgte… ???

        Doch es geht eigentlich um etwas Anderes.
        Sehr ehrenwerte Mitglieder der Kommission hatten eine Maßnahme gegen die leitende Lehrkraft Gul’nara Aitova getroffen: ihr wurde ein öffentlicher Verweis erteilt.
      Der Grund, weshalb derartige Kommissionstagungen stattfinden, ist ja gewöhnlich klar. Und da es da um innere Angelegenheiten geht, zieht man vor, sich nicht weiter zu verbreitern. Derartige Maßnahmen zeigen mehr Wirkung bei den eigenen Mitarbeitern als bei außerhalb der Universität Stehenden. Auf diesen Fall traf das aber nicht zu. Die „Gerechtigkeitsapostel“ haben sich aufgespielt und – wie Konfuzius sagte, die Sache „überall auf dem Marktplatz herumgetragen“.

      So hieß es bei „Nakanune.ru“ [Am Vorabend]: „Das Kollektiv der Hochschule hat ihr einen öffentlichen Verweis wegen Nichtbeachtung des Kodexes korporativer Kultur erteilt.“ http://www.nakanune.ru/news/2016/½5/22425782/#sthash.G31zeBdb.dpuf  Das zeigt, dass die Universität diese Information durch den Pressesekretär als eine neue Nachricht an die Medien weitergegeben hat.
      Der Pressesekretär, Frau Družinina, sagte wörtlich: Bei uns hat heute eine Sitzung der akademischen Ehrenkommission stattgefunden, der angesehene Professoren der Universität angehören. Es lag eine Erklärung vom gesamten Lehrkörper der Universität vor (vom Verfasser hervorgehoben), in allen Instituten sind Unterschriften gesammelt worden, dass die Kommission über einen kollektiven Antrag wegen Verstoßes gegen die Normen des Kodexes der korporativen Kultur durch die leitende Lehrkraft des Lehrstuhls für neue Geschichte und internationale Politik Gul’nara Aitova befinden soll. Die Unterschriften betrafen verschiedene Punkte: erstens seitens aller Mitarbeiter und Lehrkräfte sowie auf einer Manifestation — die öffentliche Äußerung einer negativen persönlichen Meinung über die Tätigkeit der Universität“. http://www.nakanune.ru/news/2016/½5/22425782/#sthash.G31zeBdb.dpuf



      Das heißt, nach Aussage von Frau Družinina sollen „ALLE Lehrkräfte“ der Universität G. Aitova vorgeworfen haben, in ihrer ALLER Namen öffentlich die Einführung des Projekts 5-100 in der Tjumener Staatlichen Universität abgelehnt zu haben.
      Aus dem Video, das am 12. Dezember 2015 bei der öffentlichen Unterschriftensammlung gegen die Einführung des Projekts 5-100 aufgenommen worden war, ist jedoch ersichtlich, dass die leitende Lehrkraft Gul’nara Aitova, als sie die Ansichten hinsichtlich des Projekts 5-100 darlegte, deutlich zum Ausdruck gebracht hat, dass ihre Position noch von einigen Lehrkräften geteilt werde, und zwar von 5-6, die jedoch vorerst noch im Hintergrund bleiben wollten. Dieses Video liegt noch zur Ansicht vor.

      Entweder verfügt die Leiterin für Informationspolitik der Universität, Frau Družinina, nicht vollständig über alle Informationen oder sie will dies vielleicht auch gar nicht, bzw. man muss evtl. sogar die Frage stellen, ob es sich nicht auch um banale Inkompetenz (??) handeln könnte. Auf jeden Fall sind die Mitglieder der akademischen Ehrenkommission irre geführt (??) worden: Während die Kommission die Frage behandeln sollte, warum G. Aitova im Namen von ALLEN Lehrkräften spricht, war es in Wirklichkeit so, dass G. Aitova nur im Namen von einigen Lehrkräften gesprochen hatte, wofür es auch Beweise gibt.
   
       Muss da nicht jemand ein falsches Spiel treiben?
      Es wird aber noch komischer… Wir haben bereits geklärt, dass der protestierenden Lehrkraft etwas vorgeworfen wurde, was sie gar nicht getan hatte; die Verantwortung dafür haben aber jene zu tragen, die sowohl die akademische Ehrenkommission als auch die Öffentlichkeit in die Irre geführt haben.
        Wie war es möglich, dass Frau Družinina erklären konnte, „ALLE Lehrkräfte“ hätten G. Aitova verurteilt und ein Schreiben unterzeichnet, in dem gefordert wurde, die Sache von Gul’nara Aitowa solle vor der akademische Ehrenkommission behandelt werden?
        Es ist doch vielmehr so, dass in dem Protokoll dieser Kommission vermerkt ist, dass insgesamt 114 Mitarbeiter dieses kollektive Schreiben unterzeichnet haben? Das sind zwar nicht wenige. Doch, keinesfalls sind es alle Mitarbeiter der Universität. Laut den Angaben des Programms zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Tjumener Universität arbeiten dort 812 Lehrkräfte; da können mit 114 ja nicht alle Lehrkräfte gemeint sein.
          Herausgekommen ist, dass man einer Lehrkraft hier etwas unterschieben will, was sie nicht getan hat, weil sie den Mut hatte, auf gesetzlichem Wege, die eigene Meinung als Bürger zu äußern und die zugleich auch noch die Meinung einiger weiterer Lehrkräfte zum Ausdruck gebracht hatte, die ein Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaft unterzeichnet hatten, aber öffentlich nicht genannt werden wollten. Und schließlich wird auch noch seitens des Pressedienstes der Universität behauptet, dass mit der Zahl von 114 Lehrkräften „ALLE“ Lehrkräfte gemeint seien, die G. Aitova beschuldigt hätten. Das bedeutet aber, sie hätten aber dasselbe getan, dessen man die „angeschuldigte“ Lehrkraft bezichtigt hat und außerdem sei damit auch der akademische Ehrenkodex verletzt (???) worden.
          Ist das Demokratie, bei der es keine „Repression“ geben soll??
          Besonders komisch ist das alles noch vor dem Hintergrund folgender Siegesmeldung, in der mitgeteilt wird, … dass „die Verwaltung für Informationspolitik der Tjumener Staatlichen Universität Sieger des Gesamtrussischen Wettbewerbs „Hochschulpressedienst 2016“ geworden ist, und zwar gleich in fünf Sparten: „Profi“, „Experte des Jahres“, „Welchen Widerhall finden wir…“, „Granit der Wissenschaft“ und „Anerkennung“. http://www.utmn.ru/presse/novosti/konkursy-i-granty/213158/