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S. Kurginjan und A. Prochanov unterhalten sich über Lenin

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G.S. Biske

 

S. Kurginjan und A. Prochanov unterhalten sich über Lenin

(ECC tv pro 26.04.2017)

C. Kurginjan:

„- Lenin hatte nie gewollt, dass sich die Partei verstaatlicht, ihm war klar, dass in dieser Situation der Konflikt zwischen Bourgeoisie und Proletariat zu einem Konflikt zwischen Verwaltung und Proletariat werdem würde. Nicht zwischen Kapital und Arbeit, sondern zwischen Verwaltung und Arbeit. Er hat diesen Konflikt kommen sehen und geahnt dass dies Restauration der Bourgeoisie bedeuten würde. In allen seinen letzten Artikeln — „Wie wir die Arbeiter- und Bauerninspektion reorganisieren sollen“, „Über unsere Revolution“ u.a. behandelte er die Frage, dass die Partei sich nicht verstaatlichen darf. Und das ist eine sehr weitgehende Angelegenheit. Wenn sich die Partei nicht verstaatlichen soll und sie zugleich ein Machtorgan ist, so ist sie nur eine Kirche, sie kann dann ja auch gar nichts Anderes sein.  

Es schien anfangs auch so zu sein. Die Schlussfolgerung, dass man aus dem Kommunismus (der Partei) eine Kirche machen sollte, war in der Praxis auch verwirklicht worden! Das führte ddann dazu, dass eine derartige „Verwaltung“ zu einer Bourgeoisie mit Glockengeläut vom Kommunismus wurde, dass die Werktätigen zu einer neuen Religion kamen und aufhörten zu glauben. Hier habt ihr die Religion, die Gottgläubigkeit! Kurginjan war der Ansicht, Lenin habe den Staat überhaupt ganz übermäßig geliebt und sei deswegen zu Hegel gekommen.

Wie versteht Kurginjan Lenin? Er sagt, Lenin sei kein wirklicher Marxist! (Und er bezieht sich dabei auf Plechanow). Lenin sei eben ein wirklicher russischer Mensch! Seine Meinung dazu fasst er in die Worte: „Eigentlich bin ich ja ein Marxist, — ein Marxs jat, aber wenn es sein muss, so – hol’s der Teufel – fliegen die Dogmen eben alle davon.

Und hier zeigt sich bei Kurginjan das wahre Wesen: Der Marxismus sei ein Dogma! Und Marx habe ja auch selbst gesagt: „Wenn das so ist, bin ich eben kein Marxist. Von Hegel habe Lenin ja immerhin die Dialektik übernommen und nicht die absolute Idee, meint Kurginjan aus irgendeinem Grunde. Nehmen wir den Staat, machen wir mit ihm eine Generalreparatur und dann kann er ja, wenn er zu unserem Staat geworden ist, noch so lange weiter agieren, bis er sich selbst aufgibt.

Das Gespräch wird fortgesetzt:

«Für mich ist Lenin direkte Mystik und Vision der Geschichte. Er betrachtet Geschichte und Russland als Historie.“

„Ich bin der Ansicht, dass die Zukunft einer links-konservativen Allianz gehört.“

„… unter dem Tisch sitzt ein Zwerg, der Theologie heißt und der die Fäden dieses historischen Materialismus zieht. Und deshalb bewegt sich dieser ganz exakt wie auf einem Schachbrett voran. Wenn wir diesen Zwerg Theologie nicht sehen, sagt Benjamin (Verweis),ist der ganze historische Materialismus sinnlos. Und das ist auch Marxismus.“  

Aber, meine verehrten Ideologen, vielleicht ist dieser „Zwerg“, nicht jemand, der den Namen „Theologie“ trägt, sondern ein Gefühl der Solidarität mit der Menschheit? Zumindest mit deren werktätigem Teil. Sagen Sie aber nur nicht, dass dies ein Gefühl von Gott ist. Seine Herkunft ist die Evolution, es ist der Weg der Rettung der Art, doch davon ist später die Rede.

Danach ging es in der Unterhaltung der Gesprächspartner wirklich nur um Mystik. Und am Schluss heißt es dann:

«… Es gibt ein Bild von Rerich: der Himalaya oder Tibetische Hügel bzw. Berge, und aus diesem Farbspiel der Berge erhebt sich ein gewaltiges rotes Himmelslicht. Wenn man es intensiv betrachtet, so kann man Lenin erkennen.

Es erinnert etwas an chineische Lieder aus den 1960-er Jahren, doch in gewissem Sinne kann man dem zustimmen.